Schülerinnen

Förderung des Schulbesuches von Mädchen

Um auch den Kindern nomadisierender Eltern eine Chance auf Schulbildung zu geben, hatte der AFAR e.V. schon 1990 ein „Pflegeeltern-Programm“ eingerichtet. Dabei erhielten ortsansässige Familien einen Betrag von 6 EUR im Monat, wenn sie bereit waren, ein Kind nomadisierender Eltern bei sich aufzunehmen. Der Anteil der Schüler, der früher im Laufe eines Jahres aus dem Schulprogramm herausfiel, konnte dadurch von 48% auf 11% reduziert werden. Nachdem sich die Vorteile des Schulbesuches herumgesprochen hatten, konnte das Sonderprogramm eingestellt werden.

Mädchen werden jedoch dringend im Haushalt benötigt, und die islamische Tradition ist ihrem Schulbesuch nicht förderlich. Der AFAR e.V. hat immer auf einer Erhöhung des Anteils der Mädchen unter den Schülern bestanden. Seit 2004 unterstützt er daher 50 Familien mit 9 EUR im Monat, die sonst ihre Mädchen nicht zur Schule schicken könnten. Der Anteil von Mädchen an den Grundschülern stieg in 3 Jahren von 5% auf 43%. Seit 2010 ermöglichen Stipendien des AFAR e.V. auch 19 Mädchen den Besuch von Sekundärschulen in Dessie.

Dieses Programmteil wird vor Ort von der Vorsitzenden der Frauen-Union betreut.

Schon 1995 waren fast die Haelfte der Schueler Maedchen (1995)

Schon 1995 waren fast die Hälfte der Schüler Mädchen (1995)

Asya, die Sprecherin der Sekundarschülerinnen in Dessie (2012)

Asya, die Sprecherin der Schülerinnen in Dessie (2012)