Landwirtschaft

Entwicklung der Landwirtschaft in Chifra

Kern und Basis des Afar Commuinity Centers Chifra ACCC war schon von Anfang an die Landwirtschaft. Das medizinische Nothilfe-Team der “Deutschen Hungerhilfe” überredete bereits 1978 einige der Afarnomaden, Bewässerungskanäle zu bauen und Ochsen zum Pflügen zu benutzen. Heute werden in 4  Bauerngenossenschaften 330 ha Land entlang des Mille-Flusses mit Bewässerungskanälen gespeist und bewirtschaftet. Der Ertrag der Felder machte schon 1982 die 10.000 Menschen um Chifra von Relief-Ernährung unabhängig. Das Modell fand Nachahmung bei der Regierung wie auch der Weltbank und anderen Geberorganisationen. Das ACCC hatte in 2002 und 2003 einen äthiopischen Koordinator und Berater sowie zwei vom AFW in Kenia ausgebildete Afars für das Wirtschaftsprogramm eingestellt. Das wurde zu teuer, und war dann auch nicht mehr notwendig, da sich eine gute Zusammenarbeit mit den regionalen Landwirtschaftsberatungsdiensten anbahnen liess. Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit wurde 2003 für die Finanzierung von Training gewonnen. Der AFAR e.V. hat in diesem Sektor seit 1985 nur noch eine beratende Funktion. Die Ansprechpartner vor Ort sind der Direktor des Kreises und der Vorsitzende einer der Bauerngenossenschaften.

Felder auf den Ufern des mäandrierenden Mille Flusses bei Chifra (1982)

Felder auf den Ufern des mäandrierenden Mille Flusses bei Chifra (1982)

Felder auf den Ufern des mäandrierenden Mille Flusses bei Chifra (1982)

Feldkanäle auf einem der Felder (1982)

Afar “missbrauchen” zum ersten Mal ihre Ochsen zum Pflügen. (1978)

Afar benutzen zum ersten Mal ihre Ochsen zum Pflügen. (1978)

Bis zu 2.500 KG Mais wurden auf einem Feld geerntet. (1979)

Bis zu 2.500 kg Mais wurden auf einem Feld geerntet. (1979)